Kap Agulhas bis Oudtshoorn

Sparky, unser gemieteter weißer City-Flitzer Marke Chevrolet, brachte uns vor drei Tagen nach Bredasdorp und zum Kap Agulhas, dem südlichsten Punkt Afrikas, an dem Atlantik und Indischer Ozean zusammen treffen. Eine sehr ruhige, ländliche Gegend, mit scheinbar endlos langen Sandstränden. Die meisten kaum besucht, da der starke Wind das Sonnenbaden sehr ungemütlich macht.

P1050505

Auf der Route 62, der längsten Weinstraße des Landes, fuhren wir wieder in das Landesinnere nach Oudtshoorn. Bei der abschnittsweise erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 120 kmh zeigt Sparky schon eine leicht abenteuerliche Kurvenlage.
Oudtshoorn liegt in der Halbwüste „Klein Karoo“ und ist umgeben von Straußenfarmen. Eine davon haben wir besichtigt; Fazit: mit Straußenreiten und allem anderen Pipapo für uns zu touristisch „aufgemotzt“. Die Cango-Höhlen mit beeindruckenden Stalagtiten und Stalagmiten waren dagegen mehr nach unserem Geschmack. Im Rahmen einer 1,5 stündigen Tour führte uns der Guide in die hinteren Winkel der Höhle. Für mich als kleine Klaustrophobikerin eine Herausforderung da der Weg auch sehr enge Durchgänge beinhaltete. Durch zwei Passagen konnte man nur kriechen, was viel Kopfarbeit für mich erforderte nicht in Panik zu verfallen. Aber, yeah – ich hab’s geschafft und die negativen Gefühle für diesmal besiegt! 😉

P1050527
P1050539

Update: Straußenfedern und Erdmännchen

Ein interessantes Detail eines Guides einer Straußenfarm zum Thema Handel mit Straußenfedern: bis zum ersten Weltkrieg war dies ein wichtiger Wirtschaftszweig für Südafrika, da die Federn in Europa gerne als Hutschmuck verwendet wurden. Der Krieg und die Verbreitung des Automobils waren verantwortlich für den Niedergang des Federnhandels. Die Damen passten mit den ausladend geschmückten Hüten nicht in geschlossene Wagen und offene Autos vertrugen die Federn sowieso nicht.

In Oudtshoorn schätzen sich die Bewohner/-innen gerade glücklich: es regnete zum dritten Mal in diesem Jahr – und schließlich ist schon November. Es fielen zwar nur ein paar Tropfen, aber die gerade dann als ein paar Erdmännchen vor uns aus ihrem Bau kamen. Nachdem die kleinen Säuger Regen und Wind überhaupt nicht schätzen, verkrochen sie sich schnell wieder in ihrem Bau. Wir konnten sie zwar nicht beobachten, aber immerhin ließen sie sich wenigstens zwei Minuten blicken.

P1050582

Last but not least noch zwei Tipps für alle die mal nach Oudtshoorn kommen: wer Erdmännchen sehen will, sollte die Tour mit Devey Glinister (Meerkat Adventures) machen. Einer der wenigen, der die Erdmännchen nicht füttert, damit die Touristen sie ansehen und sogar anfassen können, sondern der eine Familie innerhalb von sechs bis acht Monaten an die Anwesenheit von Menschen gewöhnt, so dass sie sich trotz der vor dem Bau sitzenden Zweibeiner natürlich verhalten.
Auch mit unserer Unterkunft hier, der Lodge 96, waren wir mehr als zufrieden. Eine günstige Adresse für Backpacker und Matt, der Eigentümer, ist sehr um seine Gäste bemüht. Er hat super Tipps für alle Wünsche und Geschmäcker auf Lager und versorgt einen auch mit dem einen oder anderen 50% Gutschein für bestimmte Touren.

Links: meerkatadventures.co.za & lodge96.co.za

Wer auf das Land neugierig geworden ist, aber sich nicht auf eigene Faust auf die Reise machen will, dem/der sei unser Partner Evaneos ans Herz gelegt, der eure individuellen Rundreisen durch Südafrika* mit einer lokalen Agentur für euch plant.

*Sponsored Link

 

4 Anmerkungen zu “Kap Agulhas bis Oudtshoorn

    • Conny

      Ja, bisher drei Achterl probiert, heute drei Flaschen Wein bei einer Weinfarm gekauft 😉 Bericht folgt nach weiterer Verkostung. Der erste Eindruck: Weißwein können wir in Ö besser, Rotwein ist top!

      Antworten
  1. Lisa

    Vergiss den Stoa, nimm mir ein Ermännchen mit 😉 Hihi
    Voi supa, dass ihr welche gesehen habt auch wenns kurz war.
    Tolle Fotos und toller Text, den du da immer schreibst. Bin total begeistert!!! Schicke euch viele liebe Grüße und von Roland natürlich auch! Buuuuusssssssssiiiiiiiissssssssss

    Antworten
  2. Margit

    Hallo
    Beeindruckend was ihr in so kurzer Zeit schon gesehen habt.
    Conny ich gratuliere dir für deinen Mut in der Cango Höhle. Für mich wäre das nichts gewesen.
    Freue mich auf weitere Nachrichten.
    Gruß Margit

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.