Welcome to Africa

Nach einigen Tagen voller Game Drives durch Nationalparks wollten wir nun wieder etwas aktiver werden, daher beschlossen wir in das benachbarte Königreich Lesotho zu fahren und dort die Bergwelt zu erkunden. Lesotho ist das Land mit dem weltweit höchsten niedrigsten Punkt. Die gesamte Staatsfläche liegt über 1400 m, mehr als 80% liegen über 1800 m Seehöhe.

Die direkt hinter der Grenze liegende Hauptstadt Maseru erwies sich als sehr turbulent und chaotisch, daher ging’s gleich weiter in das ruhigere Leribe, wo wir die erste Nacht verbrachten, um am nächsten Tag in die Berge aufzubrechen. Schon auf dieser Fahrt wurde klar, dass Lesotho eine für uns bisher einzigartige Landschaft zu bieten hat. Die für ein Hochland typische, karge Vegetation in Kombination mit den ungewöhnlichen Felsformationen ließen allein beim Vorbeifahren Lust aufs Wandern aufkommen.

Am nächsten Morgen nochmal den Routenplaner befragt, etwas mehr als drei Stunden für die laut Straßenkarte geteerte Strecke. Wir rechnen mal mit vier Stunden und die Dame an der Rezeption versicherte uns auch noch, dass unser Auto für die Straße „perfectly fine“ sei. So weit so gut. Anfangs eine wunderschöne Strecke durch ländliches Gebiet hinauf in das Hochland über ca. 3000 m hohe Pässe. Diese Aussichten machen große Freude. Im Gegensatz zur mangelnden Leistung von Sparky, der durch die steilen Passagen öfters in den ersten Gang gezwungen wurde.

Nach ungefähr eineinhalb Stunden dann die Wende. Die Asphaltstraße wird zur Schotterpiste. Kein Problem, ein Schild mit der Info „Reconstruction of the road“ verspricht ein baldiges Ende der Herausforderung, daher fahren wir weiter. Mühselige zwei Stunden später schwindet die Hoffnung auf ein Ende der Baustelle, die einsetzenden Hagelschauer und schließlich die Info von einem Mosotho, dass unser Zielort noch etwa 100 km entfernt sei und die Straße nicht besser wird, mussten wir die Idee einer Wanderwoche in den Drakensbergen schweren Herzens begraben.

Durch den richtigen Kontakt in der letzten lesothischen Unterkunft konnten wir doch noch im nahegelegenen Ts’ehlanyane Nationalpark eine Tagestour unternehmen. Beginnend am Fuße der Drakensberge, im Zuge mehrerer Flussdurchquerungen vorbei an einigen Wasserfällen über den etwa 2800 m hohen Sattel wieder hinunter auf’s Startplateau. Nicht wie geplant, aber trotzdem eine eindrucksvolle 8h-Wanderung durch die Hügel der Basotho.

Fazit: Beim nächsten Südafrika-Besuch mieten wir einen leistungsstarken 4WD und erkunden das „Kingdom of the Sky“ ausgiebiger.

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