Vom Gegacker erholt auf Sansibar

Seit zehn Tagen sind wir nun schon in Tansania unterwegs. Nach dem Grenzübertritt war `s die ersten Tage etwas regnerisch im tansanischen Hochland und wir quetschten uns schnell wieder in diverse Minibusse um rasch Richtung Dar es Salaam weiterzukommen. Aktueller und teilweiser Rekord-Höchststand hinsichtlich der Anzahl an Mitfahrenden: 29 Personen in einem Fahrzeug mit 16 Sitzen und darunter in 4er-Bündel verteilt sage und schreibe 16 lebende Hühner. In Bezug auf die Personen kein Vergleich zu Vietnam vor drei Jahren, wo wir auf 35 Personen in einem kleineren Ford Transit kamen, aber auch nur auf 1 mitreisendes Huhn. Den Hendl-Rekord hätten wir also geknackt. Im Nachhinein besonders bemerkenswert: als das Dalla-Dalla (so wird der Minibus hierzulande genannt) mit immer mehr Leuten vollgestopft wurde, sagte ich noch mit Augenzwinkern zu Markus: „Fehlt nur noch das Hendl.“ Und: Voilá! Minuten später wurden die an den Füßen zusammengebundenen Hühner unter den Sitzen verteilt. Zwei Bündel davon unter unserer Sitzbank, die uns die restliche zweistündige Fahrt mit Gegacker, Geflatter und ihrem Gestank begleiteten. Ich muss wohl hellseherische Kräfte haben oder das Universum hat meinen Sarkasmus als Wunsch komplett missverstanden.

Wenigstens der Bus, der uns zwei Tage später über den längeren Streckenabschnitt von Iringa nach Dar es Salaam brachte war hühnerfrei und auch ganz komfortabel. Dort wurde das neue Jahr mit Kilimanjaro-Bier am Strand begrüßt. Im Anschluss setzten wir mit der Fähre über nach Sansibar, um uns für ein paar Tage von den Hühner-Strapazen zu erholen. Faul am Strand, ein bisschen Schnorcheln am Korallenriff, Meeresfrüchte schnabulieren und entspannt bei Cocktails die Reggae-Musik unserer Bar genießen – Sansibar ist wirklich ein nettes Plätzchen für Faulheitsliebhaber/-innen.

Eine Empfehlung noch für Reisende mit wenig Budget: Mustaphas Place in Bwejuu, im eher ruhigeren Osten der Insel ist leistbar und weist ein sehr nettes Rastafari-Ambiente auf.

Und noch ein Tipp für alle Nicht-Langzeitreisenden, welche die Zeit nutzen müssen, Wert auf nachhaltiges Reisen legen und ihren Trip mit lokalen Reiseexperten vor Ort umsetzen wollen: unser Partner Evaneos bietet maßgeschneiderte Individualreisen* durch Tansania an.

P.S.: Übrigens: Wir wünschen euch allen noch ein frohes, gesundes, erfolgreiches… neues Jahr!

Blick auf Dar es Salaam von der Fähre

Blick auf Dar es Salaam von der Fähre

Unsere Bar @ Mustaphas Place in Bwejuu

Unsere Bar @ Mustaphas Place in Bwejuu

Blick in unseren Hof @ Mustaphas Place (= Eingang zu unserer Bar)

Blick in unseren Hof @ Mustaphas Place (= Eingang zu unserer Bar)

Irgendein (schöneres) Haus in Sansibars Stone Town

Irgendein (schöneres) Haus in Sansibars Stone Town

Riesenschildkröte der Changuu Island vor Sansibar

Riesenschildkröte der Changuu Island vor Sansibar

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Eine Anmerkung zu “Vom Gegacker erholt auf Sansibar

  1. W. Aigenberger

    „Fehlt nur noch das Hendl.“ – dass du immer alles hinterfragen musst!
    Lange nichts gehört. Schöne Gegend da unten! LG S+W+L

    Antworten

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