Bwindi, undurchdringbarer Regenwald

In unserer persönlichen Liste der „leiwandsten“ Verrücktheiten ever nimmt nun das Gorilla-Tracking in Uganda einen Platz ganz oben ein. Verrückt weil sehr teuer. Allein 600 USD müssen pro Person vorab  für den Erlaubnisschein bezahlt werden. Anfahrt, Übernachtung, Tourguide etc. alles exklusive. Das Geld kommt laut offiziellen Informationen dem Schutze der Berggorillas und der Entwicklung der Region zu Gute.

Dennoch ist es das Geld in jedem Fall wert, wenn man einmal diesen faszinierenden Geschöpfen gegenüber stehen will. Wir begegneten diesen, dem homo sapiens so nahe stehenden Tieren nach circa vier Stunden Gehzeit durch dichtesten Regenwald. Ohne unseren mit einer Machete ausgerüsteten Guide wäre kein Weiterkommen gewesen. Auch ein Wanderstock ist ein notwendiger Ausrüstungsgegenstand, um in diesem steilen Gelände zumindest ein bisschen Halt zu finden. Viele Bäume und Sträucher des Waldes sind mit Dornen ausgestattet, die vom Festhalten eindeutig abraten.

Insgesamt waren wir 6,5 Stunden unterwegs und am Ende ziemlich erschöpft. Laut unserem Guide war unsere Gorillagruppe am Vortag in einen Kampf verwickelt weshalb sie sich tief in den Wald zurückgezogen haben und nicht lange an einem Ort blieben. Ein Einzelgänger war auf die Mädels des Alphatiers, des Silverbacks, erpicht, die sich dieser natürlich nicht nehmen lassen wollte. Auch nachdem wir die Gruppe gefunden hatten, mussten wir ihnen während unserer erlaubten einstündigen Besuchszeit immer wieder folgen. Das gab zwar auch immer wieder neue Perspektiven frei, doch die meisten Gruppenmitglieder versteckten sich lieber wieder hinter Blätter und Strauchwerk, als ein zu einladendes Beobachtungsobjekt oder Fotomotiv zu werden. Vor allem der Silverback gab sich gern bedeckt. Am nähesten kam uns eine ältere Gorilladame, die sich auf ca. 2 m Entfernung zu uns gesellte, um ein paar Blätter zu verzehren. Der Mensch wird im Briefing zu Beginn der Tour dazu angehalten 7 m Abstand zu wahren, es sei denn die Berggorillas nähern sich aus eigenem Willen und in freundlicher Absicht. Alles in allem war es ein einmaliges, wunderbares Erlebnis diesen Tieren so nah zu sein.

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3 Anmerkungen zu “Bwindi, undurchdringbarer Regenwald

  1. Eugen

    Hi, sehr schöne Bilder und danke für die Infos, das es 600$ gekostet hat. Hattet ihr jemals etwas befürchten müssen, dass euch die Gorillas etwas tun? 🙂

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    • Conny Autor dieses Beitrags:

      Hallo! Danke. 🙂 Nein, überhaupt nicht. Das sind sehr friedliche Tiere wenn sie nicht bedroht werden. Da sie an Menschengruppen gewöhnt sind und alle immer einen gewissen Abstand halten müssen, kommen Unfälle derart quasi nicht vor. Wenn die Gruppe (bzw. das Asphaltier) nicht beobachtet werden will, ziehen sie einfach weiter. Die Gruppen werden auch immer von mehreren Rangers begleitet, die die Tiere schon lange kennen. Also ich hab mich auf der Tour sehr sicher gefühlt und kann sie nur empfehlen. Liebe Grüße, Conny

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