Tierische Vielfalt im Queen Elizabeth Nationalpark

Was soll nach dem faszinierenden Besuch der Berggorillas nun schon noch kommen? Recht viel mehr geht doch gar nicht mehr – oder doch? Zum Glück hatten wir bereits vor Reiseantritt ein fünftägiges Gesamtpaket gebucht, ansonsten hätten wir vermutlich auf die restlichen drei Safari-Tage an dieser Stelle verzichtet, die zwar die Gorillas natürlich nicht übertreffen konnten, was aber dennoch sehr schade gewesen wäre. Wir hatten ja bereits alle großen Tiere irgendwo schon mal gesehen. Aber diese konzentrierte Vielfalt innerhalb eines relativ überschaubaren Areals und dann noch die große Anzahl der meisten Tiere ist doch wieder einzigartig. Innerhalb dieser fünf Tage bekamen wir die besten Highlights Ugandas präsentiert, dekoriert mit für uns luxuriösen Unterkünften.

So ging es nach den Gorillas weiter in das Ishasha Areal des Queen Elisabeth Nationalparks, wo es, wie auch in Tansania, auf Bäume kletternde Löwen gibt. Als wir dort ankamen hatten sie allerdings kurz vorher ein ugandisches Kob gerissen, sich den Bauch vollgeschlagen und lagen dem entsprechend faul unter Büschen. Dennoch sind wir noch nie so nahe an Löwen ran gekommen wie im Queen Elisabeth Park.

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Auch die folgende Bootsfahrt im Kazinga Kanal war ein einziges „Hatten wir in 3 Monaten Süd-und Ostafrika-Reise noch nie“. Vor allem die Größe der Herden und die Nähe der verschiedenen Arten zueinander war beeindruckend. Nilpferde und Büffel die direkt nebeneinander Abkühlung im Wasser suchen. Dazwischen zahlreiche Vögel, ein paar Warzenschweine, Wasserböcke und Elefanten.

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Der nächste Game Drive auf vier Rädern widmete sich der Savanne des Parks.

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Innerhalb des Queen Elisabeth Nationalparks gibt es auch ein paar Dörfer, die die Erlaubnis haben dort weiterhin zu leben sofern sie bestimmte Bedingungen einhalten. Die Jagd ist ihnen natürlich verboten. Manche haben das Recht in den Gewässern zu fischen, andere dürfen Vieh dort halten, was auch hin wieder den Raubkatzen zu Opfer fällt. Menschen dürften dort nicht zur Beute  gehören, immerhin hat dieser Mann keine Angst mit seinen Bananen dort durch zu radeln.

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Zum Abschluss begaben wir uns noch einmal auf die Spuren von Primaten. In der Kyambura Schlucht folgten wir Schimpansen, die zu dem Zeitpunkt gerade einem anderen Affen hinterher jagten um ihn zu verspeisen, von  ihm aber dann doch ablassen mussten und sich – vielleicht aus Frust, jedenfalls gab es lautstarkes Geschrei das sich danach anhörte – fortan in den Baumkronen versteckten.

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Weitere Fotos gibt’s auf Flickr zu sehen.

Last but not least noch eine Empfehlung: wir haben diese Tour bei Wild Whispers Africa im Vorfeld der Reise gebucht und waren sehr zufrieden. Deren Büro hat uns durch den Preis, die Geschwindigkeit bei der Beantwortung von E-Mails und deren Kompetenz überzeugt. Vor Ort wurden alle Erwartungen erfüllt und zum Teil auch übertroffen. Wir können sie wärmsten für Safaris in Uganda und Ruanda empfehlen.


Nachtrag im Juni 2016: Aus heutiger Sicht waren die fünf Tage dieser Tour die luxuriösesten der ganzen Reise. Die einzelnen Elemente sind für Reisende, die viel Zeit mitbringen, auch vor Ort zu günstigeren Preisen buchbar. Wir haben diese Tour damals noch von Österreich aus gebucht, da wir keinesfalls Gefahr laufen wollten, keinen Platz mehr bei den Gorilla-Tracking-Touren zu bekommen. Diese sind zum Schutz der Berggorillas teilnehmerbeschränkt. Die anderen Tourelemente haben wir uns sozusagen als Draufgabe noch dazu geleistet. 😉

Reisenden, die nur wenig Zeit mitbringen, empfehle ich auf jeden Fall nach wie vor vorab eine Tour zu buchen. Die Wege zwischen den Stationen sind relativ lang und für die Nationalparks ist ein eigenes Fahrzeug mit Fahrer notwendig. Auch unser Partner Evaneos bietet individuell maßgeschneiderte Rundreisen* durch Uganda an und setzt dabei auf die Abwicklung über lokale Reiseexperten vor Ort.

Wenn ihr bei einem der beiden empfohlenen Anbieter eure Uganda-Reise bucht oder schon gebucht habt, würde ich mich über eine Nachricht von euch freuen wie es war und ob ihr das noch einmal so umsetzen würdet.

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