Rajasthan: Tiger, Tempel, Tophotel

Viel dichter Wald ist dem König des Dschungels mit dem Ranthambore Nationalpark in Rajasthan nicht geblieben aber dennoch ein schönes Fleckchen grüner, eher lichter Wald mit 275 km² (Kernzone), einigen Seen und vielem anderen Getier. Beim Besuch sollte darauf geachtet werden, dass die Safari wirklich in den Nationalpark geht. Der Park selbst ist in fünf Zonen unterteilt (Zone 1-5) und umgeben von weiteren fünf Pufferzonen (6-10). Diese Außenzonen haben mit dem Wald des Nationalparks nicht viel zu tun. Sie sind sehr trocken, beheimaten daher auch weniger Wild und in weiterer Folge auch kaum Tiger. Wird die Safari bei Hotels gebucht, geht die Fahrt oft in die Außenzonen da es dort mehr freie Plätze gibt. Laut Auskunft eines Guides werden 90% der Safariplätze für die Kernzonen online vergeben. Diese Plätze sind bereits einige Tage vorher ausgebucht. Dennoch gibt es Restplätze die am Tag der Safari, jeweils circa zwei Stunden vor Start beim offiziellen Buchungsbüro des Parks ausgegeben werden. Man muss damit rechnen, dass man nicht sofort einen Tiger zu Gesicht bekommt und oft mehrere Safaris dafür benötigt. Wir hatten Glück und bekamen bei der zweiten Tour zwei Tiger zu sehen. Die erste Fahrt buchten wir über unser Hotel, zahlten dafür rund 20% mehr als regulär beim Buchungsbüro, mussten aber nicht ganz so früh aufstehen. Da die Fahrt in die Außenzonen 6/7 ging, sahen wir vor allem laubfreie Bäume, trockenes Gesträuch, ein bisschen Wild und Vögel.

Sambar- oder Pferdehirsch-Weibchen

Sambar- oder Pferdehirsch-Weibchen

Am nächsten Tag bemühten wir uns selbst um ein Ticket. Wir standen um 4.30 Uhr auf, stellten uns ab 5 Uhr vor dem Tor zum Buchungsschalter an. Ich hatte einen Platz in der ersten Reihe. Als dann das Tor geöffnet wurde, das Gedränge und Geschubse begann, konnte ich als eine der ersten zum Schalter laufen. 🙂 Auf unserem Antrag für das Safariticket hatten wir auch einen Zonenwunsch vermerkt. Nachdem dieser als erster einlief, konnten wir noch zwei Plätze für Zone 3 ergattern, die aufgrund ihrer drei Seen und fünf Tiger derzeit als die beste gilt. Auch ohne Tigersichtung wäre diese Zone eine Safari wert gewesen.

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Wichtig beim Anstellen in Indien, sofern es nicht nach einem strikten Nummernsystem abläuft (was tatsächlich auch vorkommt): den letzten beißen die Hunde. Also früh vor Ort sein, niemanden vorlassen, Vordränger/-innen lautstark zurechtweisen und die Ellbogen ausgiebig nutzen.

Wer sich solche Anstellprozesse und Unsicherheiten sparen will und vor allem wenig Zeit in Indien hat, dem/der sei empfohlen über eine Reiseagentur vorab zu buchen. Zum Beispiel über unseren Partner Evaneos, der individuelle Rundreisen* durch Indien mit lokalen Experten anbietet.

Bevor wir zu den Tigern fuhren verbrachten wir zwei Tage in Jaipur, der Hauptstadt Rajasthans und wurden dort angenehm überrascht. Die Stadt ist wirklich sehr sehenswert, hat sie doch neben der rosaroten Altstadt die eigentlich orange ist, „Pink City“ genannt, zahlreiche andere imposante Paläste und Tempel zu bieten. Die Königsfamilien Rajasthans liebten scheinbar die Prunkbauten und hatten auch genug Geld dafür. Im Kern der Stadt, rund um den Stadtpalast der Herrscherfamilie, wurden die Fassaden aller Gebäude im rosa Design errichtet und dürfen nach wie vor nur in dieser Farbe renoviert werden. Dies wird den Shopbetreibern auch alle fünf Jahre von der Regierung gesponsert. Äußerst ansprechend war auch unser Hotel in Jaipur, das Pearl Palace Hotel. Sehr günstig, geschmackvoll eingerichtet und dekoriert, Badezimmer zum Zuhause-fühlen und ein super Restaurant auf dem Dach.

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Eine Anmerkung zu “Rajasthan: Tiger, Tempel, Tophotel

  1. Werner Aigenberger

    Tiger gesehen – alles paletti 🙂
    Jetzt gehts euch wieder gut!
    sind grad beim Rainer – auch alles paletti !

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