About us: Daheim ist wo dein Rucksack ist…

2010 starteten wir unsere gemeinsame Rucksackler-Karriere mit einer zweimonatigen Reise durch Peru und Bolivien. Zwei Jahre später folgten sechs Wochen Vietnam und Kambodscha. Zu dem Zeitpunkt hatte sich schon ein Gedanke bei uns beiden fest gesetzt: wir wollen gemeinsam die Welt entdecken. 2014 packten wir dann unsere Reiserucksäcke und zogen los: in 10 Monaten von Kapstadt overland bis nach Nairobi, via Indien, China und die Mongolei bis nach Kirgisistan. Damit ist auch dieser Blog entstanden. Auch wenn diese eine, große Reise mittlerweile vorbei ist, zweirucksackler schreiben weiter. Über weitere Reisen, Städtetrips, Wandertouren und was sich dazwischen noch so findet und uns beschäftigt.

Ihr wollt mehr über uns wissen? Wir haben uns für euch ein paar Fragen gestellt:

„Daheim ist wo dein Rucksack ist“ bedeutet für dich…
M: …dass ich mich überall wohl fühle und das klassische „Heimweh“, das mir von vielen Seiten begegnet, noch nicht kennengelernt habe.
C: Nicht viel Klimbim zu brauchen für ein zufriedenes und glückliches Leben und dass ich mich an sehr vielen verschiedenen Orten wohl fühlen kann. Alles was man (zum Reisen) braucht, passt in einen Rucksack. Alles weitere ist Luxus.

Drei Dinge die in deinem Reiserucksack nicht fehlen dürfen:
M: Das kommt sicherlich auf die Destination an, aber wenn es die Topographie hergibt, dann ist vernünftige Outdoor-Bekleidung für’s Bergwandern auf jeden Fall mit dabei. Daneben hat sich ein breites Klebeband für eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten bewährt.
C: Mein Tropenschlafsack, frische Wäsche und was zum Schreiben.

Was ist in deinem Tagesrucksack unverzichtbar?
M: Neben dem Offensichtlichen wie Reisepass und Kreditkarten jedenfalls die Stirnlampe. Man weiß nie, ob man unterwegs nicht auf eine Höhle stößt, die man erkunden kann oder einfach nur erst nach Einbruch der Dunkelheit wieder in die Unterkunft zurückkommt.
C: Eine Wasserflasche und die Kamera.

Dein schönstes Reiseerlebnis war…
M: Nach einer dreitägigen Wanderung beim Sonnentor stehend die Ruinenstadt Machu Picchu im Morgengrauen zu erblicken oder der Sonnenaufgang auf über 6000 m nach einem siebenstündigen Aufstieg bei völliger Dunkelheit zählen jedenfalls zu den bisherigen Highlights. Am meisten fasziniert hat mich aber die Begegnung mit den Berggorillas in Uganda. Diesen sanftmütigen Waldbewohnern so nahe zu sein wird mir sicherlich mein ganzes Leben in Erinnerung bleiben.
C: Die Berggorillas in Uganda gehören auch für mich zu den beeindruckendsten Erlebnissen unserer Reisen. Das Wanderreiten in der Mongolei ist auch etwas das ich auf keinen Fall missen möchte. Tagelang zu Pferd unterwegs sein, überall campen zu können und dabei fast keine Menschen zu treffen fand ich sehr faszinierend.

Dein schlimmstes Reiseerlebnis war…
M: …nach mehr als zehn Monaten die Ankunft am Wiener Flughafen und damit die Gewissheit, dass das Reisen vorerst vorbei ist. 🙂
C: Für mich gab es bisher eigentlich kein wirklich „schlimmes“ Erlebnis. Es gibt immer wieder mal anstrengende oder nervenaufreibende Situationen, die mir im Nachhinein entweder was gelernt haben oder über die man dann Schmunzeln kann. So zum Beispiel eine unserer tollen Busfahrten in Tansania: zu viert auf einer Dreiersitzbank mit ca. 20 zusammen gebundenen Hühnern unterm Sitz.

Was fehlt dir auf langen Reisen am meisten?
M: Fließendes Wasser und, viel wichtiger, trinkbares Leitungswasser.
C: Schwarzbrot, Käse und Trinkwasser aus der Leitung.

Was nervt dich unterwegs am meisten?
M: Es gibt wenig, das mich aus der Ruhe bringt, aber vielleicht arrogante Staatsbedienstete.
C: Lange Busfahrten in überfüllten Bussen.

Deine nächsten Wunschziele sind:
M: Das ist schwierig zu beantworten, die Liste ist jetzt länger als vor der letzten Reise. Die Ruinen der mittelamerikanischen Hochkulturen stehen jedenfalls schon länger auf der Liste. Ich könnte mir auch vorstellen zwei Wochen mit Pferden in der Pampa Patagoniens unterwegs zu sein. Auf der afrikanischen Platte würde ich gern nach Ghana, Äthiopien und Madagaskar reisen. Spannend wäre sicher auch ein Wüstenstaat wie Mali oder Niger, konkrete Ideen gibt es für diese Gegend allerdings noch nicht. Bereits angedacht wurde jedoch, sobald es die dortige Sicherheitslage zulässt, die Demokratische Republik Kongo. Ich möchte unbedingt die Bonobos besuchen und den Nyiragongo Vulkan besteigen. In Asien kommen mir als erste Ziele Myanmar und Borneo in den Sinn, ich wäre aber auch für Usbekistan oder den Iran zu haben. Oder auch für so abgelegene Gebiete wie Kamtschatka oder gar die Antarktis. Mal sehen was die Zukunft bringt.
C: Zahlreich. Ich würde zum Beispiel gerne in näherer Zukunft mehrere Tage durch Albaniens Bergwelt wandern. Irgendwann möchte ich eine Trekkingtour zu Pferd durch Island starten. Sehr spannend finde ich auch die anderen Länder Zentralasiens. Und auf jeden Fall soll es bald wieder mal nach Afrika gehen. Mögliche Ziele gehen uns also nicht aus 😉

Noch Fragen? Wollt ihr uns etwas mitteilen? Bitte schreibt uns!